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Geschichte


1992 traten Jugendliche mit der Bitte an die Gemeinde heran, ihnen einen Freizeitraum zur Verfügung zu stellen.

Damals, kurz nach der Vereinigung, bestand ein großes Programm zur Förderung der Jugendarbeit. Besonders Vereine, die sich der Jugendpflege widmen, sollten mit diesen Geldern ausgestattet werden.

Nun zu den rechtlichen Grundlagen, ein Verein erlangt seine Rechtsfähigkeit durch Eintragung in das Vereinsregister (VR) des zuständigen Amtsgerichtes (BGB §21). Desweiteren wird die Vereinssatzung sowie die Namen inklusive der Adressen der Vorstandsmitglieder hinterlegt. Ein eingetragener Verein ist ein juristische Person und muss durch einen Vorstand vertreten werden (BGB §26). Durch die Eintragung kann der Verein auf seinen Namen Verträge abschließen und Eigentum besitzen. Die Auflösung eines eingetragenen Vereins bringt eine Liquidation mit sich.

Unser Verein hat den Zweck der Schaffung und der Trägerschaft eines Jugendtreffs. Im SGB VIII, auch KJHG (Kinder und Jugend Hilfegesetz) genannt, heißt das "Jugendarbeit in Sport Spiel und Geselligkeit". So steht es auch in unserer Satzung und damit im Registereintrag. Und weil das im SGB steht und weil alles, was im SGB steht Aufgaben des Staates, des Gemeinwesens ist und unser Verein diese Aufgaben dem Staate abnimmt, ist unser Vereinszweck "gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung (AO)". Unser Ziel ist es also, jungen Leuten einen Treffpunkt zur Verfügung zu halten. Unser Zweck ist nicht die Körperertüchtigung. Wir haben keinen Sportverein gegründet. Unser Zweck ist weder Bildung noch Erziehung. Wir haben auch keine Schule, keine Besserungsanstalt gegründet. Wir schaffen und erhalten jungen Leuten aus Zehren und Umgebung einen Ort zum geselligen Zusammensein. Mehr nicht. Weniger auch nicht. Haben Sie Lust 365 Tage im Jahr Anstandswauwau in einem Jugendklub zu spielen? Unsere Vorstände auch nicht. Machen tun sie es trotzdem.

Die Gemeinde schlug also den Jugendlichen vor, einen solchen Verein zu gründen. Wer könnte sich auch besser um die Belange junger Menschen kümmern als die jungen Menschen selber? Bei der Vereinsgründung leistete die Gemeindeverwaltung große Unterstützung. Die Gründung des Vereins fand am 18.05.1992 in der Zehrener Schule statt. Frau Böhme, eine Angestellte der Gemeinde Zehren, führte das Protokoll.

Als "Verein offene Jugendarbeit Zehren e.V." wurde unser Verein unter der Nummer VR318 im Vereinsregister des Amtsgerichtes Meissen eingetragen. Damit erlangte er seine Rechtsfähigkeit. Kostenpunkt: 198,95 DM. Als Vorstände ließen sich damals wählen und in das Vereinsregister eintragen: Heiko Dietze, Frank Zieger, Thomas Spengler, Michael Frauenstein. Diese waren damals 18/19 Jahre alt und standen mitten in der Berufsausbildung.

Nun war zwar ein Verein da, aber die Jugendlichen hatten immer noch keine Räumlichkeit. Nach einigem hin und her wurde die obere Etage des Sportlerheims in Schieritz ausgewählt.

Am 02.09.1993 stellten wir den Fördermittelantrag zur Schaffung des Jugendtreffs im Schieritzer Sportlerheim Die Gesamtsumme ist mit 48 264,07 DM angegeben. Der Freistaat Sachsen förderte mit 33 784,41 DM und der Landkreis Meissen mit 4 826,41 DM unser Projekt. Unser Verein hatte 9 652,81 DM in Form von Arbeitsstunden a 12,65 DM als Eigenleistung zu erbringen.

Das Sportlerheim war dringend Renovierungs- und Modernisierungsbedürftig. Die Mittel der Gemeinde, des Fußballvereins und der Arbeitsgemeinschaft Modelleisenbahn reichten bei weitem nicht aus. Um Platz für uns und unser Geld zu machen, musste die Modelleisenbahn AG weichen. Sie sollte in den oberen Werkraum der Zehrener Schule verfrachtet werden. Erbittert über die Art und Weise, mit der die jahrelange mühevolle Kleinarbeit der Kinder und Jugendlichen und seine eigene 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit abgefrühstückt wurde, warf Herr Licht das Handtuch. Die schöne große Eisenbahnplatte - alle ehemaligen Schüler der POS Zehren werden sich noch gut an sie erinnern können- wurde nie wieder aufgebaut.

Im Frühjahr 1994 begannen wir mit den Bauarbeiten. Als erstes musste abgerissen werden. Die gesamte Innenverkleidung, der ganze Fußboden flog raus. Auflager wurden gemauert, Stahlbalken eingezogen, der Dachstuhl wurde verstärkt usw. Ebenfalls an der Errichtung beteiligt war der Regenbogenverein Meissen e.V., der für eine ABM-Stelle gesorgt hatte. Diese Kraft, Herr Richter, beauftragte die Firmen und arbeitete aktiv beim Ausbau mit. Da zu den üblichen Geschäftszeiten die Mitglieder ihrer Erwerbstätigkeit nachgingen, war das enorm wichtig.

Renovierung 1998

Bis zum 31.12.1994 wurden von uns 765 Arbeitsstunden erbracht, im einzelnen von Heiko Dietze:224h, Frank Zieger: 196 h, Jürgen Neithardt: 114h, Katrin Wiegand: 77 h, Michael Frauenstein: 58 h, Thomas Spengler: 45 h, Tino Fischer 24 h, Kai Dürichen 16 h, Rico Weigel: 11 h. Damit hatten wir die erforderliche Eigenleistung erbracht, aber der Bau zog sich noch bis zum Frühjahr hin.

Renovierung 1998 Renovierung 1998

Am 24.05.1995 fand dann eine Mitgliederversammlung im Beisein des Bürgermeisters Uwe Klingor statt. Der Jugendklub wurde eröffnet und viele neue Mitglieder traten ein. Die Arbeit war ja getan.

War sie aber nicht, sie ging erst los. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Halten Sie mal so'n Ding am Laufen! Mitgliedsbeiträge kassieren, Getränke heranschleppen und drauf achten, das auch alle ordentlich bezahlen, einen Aufräumdienst einteilen und das Saubermachen kontrollieren, Regeln aufstellen, auf deren Einhaltung achten, Anschisse wegen zu lauter Musik unter anderem kassieren.

Bis Mitte des 1996 nutzten wir den Raum gemeinsam mit dem Regenbogenverein Meissen e.V. der dort dem Schulhort Konkurrenz machte. Die Details regelte der Untermietvertrag zwischen Jugend- und Regenbogenverein. Dadurch war die Entscheidung Räuberhöhle oder nicht gefallen. Abends hatte alles aufgeräumt zu sein. Das klappte nicht immer, aber meistens.

Im Dezember 1997 verteilten wir einen offenen Brief in der Gemeinde Zehren um einige Dinge in der Öffentlichkeit gerade zu rücken. Seither redet man sachlich mit uns.

Januar 1998 folgte eine große Umbaumaßnahme, finanziert durch Eigenmittel und durch Gelder der Stiftung Demokratische Jugend in Berlin. Jetzt wurden die Seitenwände nach außen versetzt und so zusätzlicher Raum gewonnen, die Küche gedreht, neuer Fußbodenbelag verlegt, eine Billardplatte mit Steinboden gekauft, eine Abluftanlage eingebaut um die Fenster geschlossen halten zu können und die Nachbarn weniger zu belästigen. Selbst geplant, selbst beantragt, selbst durchgeführt, selbst abgerechnet.

Im Juni 2002 begannen weitere Renovierungsarbeiten, die noch die folgenden Monate anhielten.


Renovierung 2002 Renovierung 2002